BERLINVISION 21 Talkrunde

Zu einem Talk zum Thema „Opferschutz 2.0“ hatte das Netzwerk Integration der CDU Berlin im Rahmen des Projekts BERLINVISION 21 am 11. November 2014 ins BaseCamp in Berlin Mitte geladen. Die Sprecherin des Netzwerkes, Gonca Türkeli-Dehnert eröffnete die Diskussion über den Opferschutz in einer immer vielfältiger und digitaler werdenden Gesellschaft.

 


Die Initiatoren des Projekts wollen mit BERLINVISION 21 gemeinsam mit den Berlinerinnen und Berlin Ideen für die Zukunft der Stadt entwickeln. Die zentrale Frage lautet dabei "Wie wollen wir im Berlin des 21. Jahrhunderts leben?". Am Ende soll BERLINVISION 21 in ein Grundsatz- und Zukunftsprogramm münden.

Thomas Heilmann, Senator für Justiz und Verbraucherschutz von Berlin,
Özlem Gezer, Redakteurin beim SPIEGEL, Ahmad Mansour, vom Heroes e.V.
und Roland Weber, Opferschutzbeauftragter des Landes Berlin diskutierten mit den rund 50 Gästen über die Möglichkeiten und Grenzen des Opferschutzes in Zeiten zunehmnder Digitalisierung.
Moderiert wurde die Runde von Gunnar Schupelius, Kolumnist der B.Z. Im Publikum war auch die Bundestagsabgeordnete Cemile Giousouf zu finden.


Opferschutz 2.0

Das soziale Leben vieler Menschen spielt sich mehr und mehr online ab. Da ist es nicht verwunderlich, dass auch Drohungen und Beleidigungen immer öfter im Netz ausgesprochen werden. Straftaten werden mit Handys gefilmt und die Videos dann online verbreitet und getauscht. Die Täter bleiben anonym und die beleidigenden Inhalte können oft nicht ohne weiteres entfernt werden.

Junge Menschen tauschen sich in Foren und auf sozialen Netzwerken aus und geraten dort an radikale Ideologen.


Wie die Politik auf diese Entwicklungen reagieren kann und mit welchen Mitteln die Opfer solcher Straftaten erreicht werden können, wurde vielseitig und unter Beteiligung des Publikums diskutiert.


Fazit: Prävention und schnelle Reaktionen

Deutschland steht im Bereich der Bekämpfung der Kriminalität im Internet noch am Anfang. Oft brauchen die Behörden zu lang, um zu reagieren und z.B. gewaltverherrlichende Videos und Bilder sperren zu lassen. In diesem Punkt stimmten alle Diskussionsteilnehmer Senator Heilmann zu.

Schnellere Reaktionen  könnten durch die Beteiligung von Bürgern erreicht werden. Denkbar wäre die Einrichtung einer zentralen Stelle, bei der Internetnutzer strafbare Inhalte melden können.


Um Jugendliche vor islamistischer Radikalisierung zu schützen, ist vor allem Präventionsarbeit notwendig. Junge Menschen müssen lernen, Informationen aus dem Internet richtig einzuordnen und zu bewerten. Nur so können sie sich differenzierte Meinungen bilden.



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