Nach einer zehnmonatigen Debatte, harten Kämpfen in der Fluglärmkommission und vielen Bürgerprotesten hat die Deutsche Flugsicherung (DFS) am 04.07.2011 die neuen Abflugrouten vom künftigen Flughafen in Berlin-Schönefeld vorgestellt. Das Ergebnis im Einzelnen:

1.
Im Durchschnitt hätte es gemäß der Planung vom 06.09.2010 pro Tag ca. 223 Überflüge über Berlin–Steglitz gegeben; ca. 210 Abflüge pro Tag bei Westwind (2/3 aller Tage) und ca. 250 Anflüge pro Tag bei Ostwind (1/3 aller Tage). Durch die Routen vom 04.07.2011 kommt es im Schnitt nur noch zu ca. 37 Überflügen pro Tag in unter 12.000 Fuß (3.658 m).

2.
Die Pläne vom 06.09.2010 enthielten drei Flugrouten über Steglitz-Zehlendorf – zwei Abflugrouten bei Westbetrieb und eine Anflugroute bei Ostbetrieb. Die beiden am stärksten frequentierten Routen wurden verlegt. Nur noch die vergleichsweise deutlich weniger stark genutzte Route ist verblieben, wurde jedoch gegenüber dem 06.09. nochmals deutlich entschärft.

3.
Die Entlastung im Hinblick auf Überflüge beträgt somit für Steglitz-Zehlendorf ca. 84 %.

4.
Die verbleibenden Überflüge von Steglitz-Zehlendorf durch startende Flugzeuge werden am Wannsee in mindestens 8.000 Fuß (ca. 2.400 m) erfolgen. Die meisten der im Durchschnitt 37 startenden Flugzeuge pro Tag werden über den verschiedenen Ortsteilen Steglitz-Zehlendorfs Höhen von 10.000 Fuß (3.048 m) und mehr erreicht haben.

5.
Diese Flüge werden durch das frühe Auffächern südlich von Berlin (bei einer Höhe von 5.000 Fuß) zudem breit über den Bezirk gestreut, so dass der einzelne von relativ wenigen Überflügen getroffen wird.

Diese Zusammenfassung der Ergebnisse hat die Bürgerinitiative „Keine Flugrouten über Berlin“ gefertigt. Das Ergebnis ist daher nicht schöngefärbt oder durch die Parteibrille betrachtet.

Die Bürgerinitiative dankt in ihrer Presseerklärung ganz besonders der CDU Steglitz-Zehlendorf. Wörtlich heißt es in der Presseerklärung: "Besonderer Dank gilt auch der CDU Steglitz-Zehlendorf. Ihr Einsatz hat es uns ermöglicht, direkte Gespräche im Bundesverkehrsministerium zu führen und somit dieses gute Ergebnis für unseren Bezirk zu erzielen. Besonderer Dank gebührt hier dem Bundestagsabgeordneten Karl-Georg Wellmann, der uns den Zutritt ins Bundesverkehrsministerium verschaffte und direkte Gespräche mit Entscheidern ermöglichte. Zugleich gilt unser Dank dem Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses Michael Braun, der die kfberlin vom ersten Tag an unterstützte, sowie dem Bezirksbürgermeister Norbert Kopp, der unser Vertreter in der Fluglärmkommission war und in dieser Funktion auch stets den Dialog mit der kfberlin und den Bürgerinitiativen des Brandenburger Umlandes suchte. "

Der CDU Steglitz-Zehlendorf war es eine selbstverständliche Aufgabe, die Bürger bei ihren berechtigten Interessen zu unterstützen. Viele von ihnen hatten im Vertrauen auf jahrelang kommunizierte Flugrouten persönliche Lebensentscheidungen getroffen. Sie zu unterstützen und zu fördern, muß Aufgabe von Politik sein, ist der CDU Steglitz-Zehlendorf Verpflichtung.

Michael Braun

http://www.kfberlin.de

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