Jüdisches Leben in Steglitz-Zehlendorf fördern

CDU-Antrag in der BVV zur Errichtung der Synagoge Hüttenweg

Die Bezirksverordnete Dr. Sabine Lehmann-Brauns, CDU-Fraktion, hat das Bezirksamt ersucht, die Voraussetzungen für den Erweiterungsbau einer Synagoge auf dem Gelände der amerikanischen Kirche im Hüttenweg zu schaffen mit der Intention, 70 Jahre nach der Plünderung und Schändung der Wolfenstein-Synagoge in der Reichspogromnacht jüdisches religiöses und kulturelles Leben in Steglitz-Zehlendorf weiter zu fördern und im Geiste des Gedenkens, der Versöhnung und Toleranz den Grundstein für ein jüdisch-christliches Begegnungszentrum zu legen.

Der Antrag wurde sowohl im Bauausschuß als auch im Ausschuß für Stadtplanung angenommen, die Bezirksverordnetenversammlung wird am 18.02.09 dem Bauvorhaben zustimmen.

Die im Chaplain Center Hüttenweg ansässige anerkannte SYNAGOGENGEMEINDE SUKKAT SCHALOM ist aus der 1959 von der US-Army gegründeten Synagoge auf der Grundlage der von Rabbiner Dr. Leo Baeck gegründeten WORLD UNION OF PROGRESSIVE JUDAISM hervorgegangen. Rabbiner Prof. Dr. Nachama, der die Synagoge in ihrer heutigen Form mit eingerichtet hat, leitet die Gottesdienste der SYNAGOGENGEMEINDE SUKKAT SCHALOM und nutzt die Community Hall mit den christlichen Gemeinden. Dieser Mehrzweckraum erfüllt hinsichtlich Kapazität und Verfügbarkeit nicht mehr die Bedürfnisse einer wachsenden Jüdischen Gemeinde in Steglitz-Zehlendorf.

Die CDU-Fraktion begrüßt die Zustimmung aller demokratischen Parteien und der christlichen Gemeinden im Hüttenweg zu diesem Synagogenbau, der spirituelles Erbe, Versöhnung und Aufbruch in einer gereiften demokratischen Gesellschaft symbolisieren wird. Dr. Sabine Lehmann-Brauns, Februar 2009.

Inhaltsverzeichnis
Nach oben