Grütters plant behutsame Neuaufstellung

Zur Frage der Position des Generalsekretärs erklärt die designierte Landesvorsitzende der CDU Berlin, Monika Grütters:

                                                                                          Quelle: CDU Landesverband Berlin

Der CDU-Landesvorstand hat mich einstimmig gebeten, künftig als Landesvorsitzende zur Verfügung zu stehen. Über dieses Vertrauenssignal freue ich mich. Es ist das traditionelle Recht einer Vorsitzenden, dem Parteitag einen Generalsekretär vorzuschlagen. Von diesem Recht möchte ich gerne Gebrauch machen. Ich halte es für zwingend erforderlich, diese Position mit einer in der Landespolitik verankerten Persönlichkeit zu besetzen, wenn der Parteivorsitz künftig bei einer Bundespolitikerin liegt.
 
Der amtierende Generalsekretär Kai Wegner und ich haben vor diesem Hintergrund gute und konstruktive Gespräche geführt. Ich bin ihm sehr dankbar, dass er für eine künftige Neuaufstellung der Partei in einzelnen Positionen seinen Beitrag leistet. Kai Wegner hat sich hohe Verdienste in seiner Zeit als Generalsekretär für die Partei erworben. Deshalb möchte ich auf seine Fähigkeiten, seine Kontakte und auf unsere Freundschaft auch künftig nicht verzichten. Ich würde mich freuen, wenn er im Juni als stellvertretender Landesvorsitzender zur Verfügung stünde. Aufgrund seiner Erfahrung werde ich vorschlagen, ihn in das jetzige Präsidium zu kooptieren.
 
Für das Amt des Generalsekretärs werde ich dem Kleinen Parteitag am 2. Dezember 2016 Stefan Evers MdA aus dem Kreisverband Charlottenburg-Wilmersdorf vorschlagen. Stefan Evers hat sich in den vergangenen Jahren als stadtentwicklungspolitischer Sprecher der CDU-Abgeordnetenhausfraktion und in einem der größten CDU-Kreisverbände inhaltlich profiliert und einen guten Namen gemacht. Seine konzeptionelle Stärke und sein kommunikatives Geschick sind wichtige Voraussetzungen für die Aufgaben eines Generalsekretärs in Oppositionszeiten.
 
Alle weiteren Personalien werden dann auf dem turnusmäßigen Parteitag im Juni des nächsten Jahres geklärt. Ich würde mich über die Zustimmung des jetzigen Parteitages für diese behutsame Neuordnung freuen, damit wir geschlossen als kraftvolle Opposition antreten können.
 
Die Berliner CDU wird ihre Verantwortung als größte Oppositionspartei gut aufgestellt annehmen, die künftige Regierungspolitik kritisch begleiten und mit konstruktiven Konzepten und Initiativen sachliche Alternativen zur Politik des linken Regierungsbündnisses in der Stadt bieten. Wir müssen die Zeit in der Opposition auch nutzen, den Berlinerinnen und Berlinern frei von persönlichen Interessen inhaltliche und personelle Alternativen anzubieten.

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